KDE vs. Gnome II

23. Juni 2010

In den folgenden Teilen möchte ich mich einigen Programmen widmen, die jeweils nativ unter KDE und Gnome laufen. Grundsätzlich existieren hier allerdings keine wirklichen Einschränkungen. Wer also als Gnome-Benutzer KDE-Software benutzen will, kann dies natürlich tun. Allerdings werden hier meist eine große Anzahl von Bibliotheken und weitere Abhängigkeiten ebenfalls installiert und meist integriert sich das Programm hinsichtlich Optik und Funktionalität nicht ganz so optimal in die Desktopumgebung.

Twitter

Okay, ich weiß: Twitter ist doof. Twitter ist Kinderkram. Twitter ist völlig überflüssig. Kurz: Twitter ist voll mein Ding! Einen guten Twitter-Client unter Linux zu finden ist nicht gerade leicht. Grund hierfür ist vor allem, dass sich die Twitter-Welt in ständiger Weiterentwicklung befindet und auch kommerzielle Clients sich schwer daran tun, ständig auf dem Laufenden zu bleiben. Viele beliebte Clients, wie z.B. Tweetdeck laufen auf Basis von Adobe Air, welches ich persönlich nicht sonderlich mag. Grund hierfür ist vor allem die nicht besonders optimale Integration und der extreme CPU-Hunger von Air, welcher mein Notebook im Handumdrehen in einen Heißluftföhn verwandelt.

KDE liefert dem begeisterten Tweep derzeit nur Choqok, welches sich großartig einpasst und über ein Trayicon über neue Tweets in der Timeline informiert. Auch die getrennten Reiter für Eingang und Ausgang, sowie die komfortable Suche können begeistern. Retweets werden von Choqok noch nach alter Facon gehandhabt und es gibt keine Möglichkeit Listen zu betrachten oder zu bearbeiten. Das einst recht agile und sich schnell entwickelnde Projekt hat nun schon seit mehreren Monaten kein Update mehr erfahren. Um die Entwicklung zu beschleunigen hat der Entwickler ein Forum eingerichtet, in dem man für die Entwicklung einzelner Features Geld spenden kann (eine Idee über die man heftig diskutieren kann).

Unter Gnome gibt es zahlreiche Clients, unter denen sich jedoch Gwibber und Pino als Platzhirsche herauskristallisieren. Gwibber konnte mich wenig begeistern. Zum einen werden neue Nachrichten nicht hervorgehoben, was das Lesen extrem erschwert. Zum anderen hat Gwibber kein Trayicon: übersieht man also die Notify, so muss man Gwibber zunächst öffnen um neue Nachrichten zu entdecken. Sehr schön ist allerdings die an Tweetdeck angelehnte Spaltenansicht.

Pino wird derzeit sehr aktiv weiterentwickelt. Der Umfang der Features ist noch äußerst eingeschränkt, so fehlt z.B. eine Möglichkeiten zum Bildupload. Allerdings funktioniert Pino ziemlich zuverlässig, ist äußerst schlank, benachrichtigt über neue Nachrichten via Tray und markiert ungelesene Nachrichten. Fast wöchentlich werden derzeit Updates über das PPA eingespielt, was auf eine schnelle Weiterentwicklung hoffen lässt.

2 Kommentare zu “KDE vs. Gnome II”

derMerl

Hallo Jens,

ich kann dir voll und ganz zustimmen. Benutze zur Zeit Choqok unter Linux Mint (Gnome) habe aber auch mit Gwibber und Pino probiert. Pino überzeugt da mehr und läuft ab und an anstatt Choqok bei mir. Wenn die da noch ein bisschen drann schrauben wird es vermutlich bald mein standart Twitter Client.

Deine Erfahrungen bzgl. Multimessengern würde ich gerne mal hören bzw. lesen. Ich hänge zur Zeit noch bei Pidgin.

Gruß, derMerl

henk

hm, hm, hm, tja, twitter.. ;-)
aber falls ich mich doch noch dazu durchringen sollte, dann schon mal danke für die Tips! =)

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